Ichthyosaurier Stenopterygius quadriscissus
Fundort: Holzmadener Revier, Dotternhausen bei Balingen, Deutschland
Lithostratigraphie: Unter-Toarcium, Schwarzjura-Gruppe, Posidonienschiefer-Formation, Untere Schiefer-Subformation (Fleins)
Biostratigraphie: Falciferum-Zone, Exaratum-Subzone, elegantulum-Horizont
Alter: ca. 182,0 – 183,0 Mio. Jahre +/- 0,5 Mio. Jahre
Größe Platte: 75 x 30 x 2 cm
Größe Fossil: 57 cm (größte Ausdehnung), Schädel: 22 cm
Vollständiger Fischsaurier, Jungtier in phantastischer Erhaltung.
Ein authentisches PREMIUM-Fossil mit Provenienznachweis, direkt vom Finder, präpariert von einem der besten Präparatoren, sehr dekorativ, wertbeständig.
Preis auf Anfrage. Angeboten im Kundenauftrag. Verkauf im Namen und auf Rechnung des Eigentümers. Kontakt: info@fossiland.com
Authentisches Holzmaden-Fossil – seltenes Fischsaurier-Baby in musealer Erhaltung
Tauchen Sie ein in die Welt vor 182 Millionen Jahren. Aus den berühmten Schichten des „Fleins“ (Lias epsilon) im süddeutschen Dotternhausen, nahe Holzmaden, stammt dieses außergewöhnliche Zeugnis der Erdgeschichte: Ein vollständig erhaltenes Jungtier des Fischsauriers Stenopterygius quadriscissus. Während adulte Exemplare gelegentlich den Weg in den Handel finden, sind juvenile Tiere aufgrund ihrer fragilen Knochenstruktur eine extreme Seltenheit. Dieses Exemplar besticht durch die für Jungtiere typischen Proportionen – insbesondere den überproportional großen Schädel, der die Blicke sofort auf sich zieht.
Wissenschaftliche Einordnung & Seltenheit: Das Stadium „Neonat“
In der paläontologischen Fachliteratur (Miedema & Maxwell (2022) werden Ichthyosaurier der Gattung Stenopterygius aufgrund ihrer Schädel- und Körpermaße in Entwicklungsstadien unterteilt. Mit einer Schädellänge von 22 cm und einer Gesamtausdehnung von 57 cm fällt dieses Exemplar in das wissenschaftlich höchst seltene Stadium „Postnatal 1“ (Neonat).
- Ontogenetische Einordnung: Als Neonaten werden freischwimmende Jungtiere definiert, deren Unterkieferlänge unter 300 mm liegt. Diese Tiere haben gerade erst ihr Leben im offenen Jurameer begonnen.
- Proportionsverhältnis: Typisch für dieses extrem frühe Lebensstadium ist das Verhältnis von Schädellänge zu Körperlänge. Bei adulten Tieren macht der Kopf etwa 15–18 % der Länge aus – bei diesem juvenilen Stück sind es über 35 %. Dieser „Kindchenschema“-Effekt mit der überproportional großen Augenscheibe (Skleralring) ist ein diagnostisches Merkmal für neonate Individuen.
- Seltenheitswert: Während ausgewachsene Stenopterygius-Exemplare (bis zu 4 Meter Länge) die Sammlungen dominieren, sind artikulierte Skelette unter 60 cm Länge eine absolute Ausnahme. Die grazilen, noch nicht vollständig verknöcherten Skelette junger Ichthyosaurier fielen meist unmittelbar nach dem Tod der Zersetzung oder Aasfressern zum Opfer.
Dieses Exemplar schließt somit die Lücke zwischen den bekannten Embryonalfunden (im Muttertier) und den deutlich häufigeren subadulten Tieren. Es ist ein Referenzstück für die früheste ontogenetische Phase eines Meeresreptils.
Highlights der Erhaltung und Anatomie
- Phantastischer Schädel: Mit einer Länge von 22 cm zeigt der Kopf filigrane Details, darunter eine beeindruckend erhaltene Augenscheibe (Skleralring) und die feine Bezahnung.
- Artikulation: Das Skelett liegt fast komplett im anatomischen Verbund vor. Lediglich am Schwanzende und den Spitzen der vorderen Paddel zeigt sich eine beginnende, natürliche Dislokation – ein authentisches Zeugnis der Einbettungsprozesse am Meeresgrund.
- Farbe & Substanz: Die tiefbraune Färbung der Knochensubstanz ist ein direktes Indiz für die exzellente Mineralisation und die hohe Qualität des Fossils.
Maximale Transparenz und wissenschaftliche Integrität
In einem Markt, der oft von Kompositen (aus mehreren Tieren zusammengesetzten Stücken) dominiert wird, setzt dieses Objekt Maßstäbe in Sachen Ehrlichkeit:
- Kein Komposit: Es handelt sich um ein einzelnes Individuum.
- Dokumentierte Historie: Der Fund wurde 2012 vom Finder persönlich geborgen und die gesamte Präparationshistorie – vom Fundzustand in vier Platten bis zum fertigen Exponat – ist wissenschaftlich dokumentiert.
- Meisterhafte Präparation: Das Stück wurde von einem der weltweit führenden Präparatoren bearbeitet. Die Schnauzenspitze wurde fachgerecht unter Verwendung von Original-Knochensubstanz restauriert – eine Maßnahme, die hier offen und ehrlich kommuniziert wird.
- Rechtssicherheit: Das Fossil wurde legal geborgen und steht in keinem Konflikt mit dem Grabungsschutzgesetz.
Konservatlagerstätte Holzmaden: Ein Fenster in die Urzeit
Die detailreiche Erhaltung der Holzmaden-Fossilien ist dem einzigartigen Ablagerungsmilieu im Jurameer zu verdanken: der extrem sauerstoffarmen (anoxischen) Umgebung am Meeresgrund. Diese Bedingungen verhinderten, dass Aasfresser und Bakterien die Kadaver zersetzten, und ermöglichten die Entstehung einer der bedeutendsten Fossil-Lagerstätten der Welt. Ein Fischsaurier aus Holzmaden ist daher ein faszinierendes wissenschaftliches Dokument, das tiefe Einblicke in die Biologie eines längst vergangenen Spitzenprädators bietet.
Erwerben Sie ein Stück Erdgeschichte
Dieses Fossil ist mehr als ein Sammlerstück; es ist ein zeitloses Kunstwerk der Natur und ein wertstabiles Investment, die Wert auf lückenlose Provenienz und kompromisslose Authentizität legen.
Besichtigung & Kontakt:
Überzeugen Sie sich persönlich von der Qualität dieses Unikats. Eine Besichtigung ist jederzeit nach Absprache in Tübingen möglich. Zudem präsentieren wir das Stück auf folgenden Fachmessen:
Weltweiter, gesicherter Versand ist möglich.
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