Ichthyosaurus Stenopterygius quadriscissus
Complete Fossil: 80×25 cm; Matrix: 114x68x5cm
Holzmaden; Lias Epsilon II/6
Very aesthetic juvenile Ichthyosaur, embedded in a Fleins plate, excellent quality and preservation, professionally prepared at state of art, with two perfect paddles, remains of skin, a spectacular scleral ring, visible teeth and all vertrebrae complete to the tip.
A phantastic specimen of an Ichthyosaur, simple the best offered so far at Fossiland with very delicate details, highly sought after at that size, offered at a reasonable price - definitely a good investment!
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Der Delfin der Urzeit: Stenopterygius quadriscissus aus Holzmaden
Er gilt als das ikonischste Fossil der weltberühmten Posidonienschiefer-Formation von Holzmaden (Unterjura, vor rund 180 Millionen Jahren). Diese Art, deren Name „schmalflügeliger Vierfach-Zerschneider“ bedeutet, dominierte als schneller, fischfressender Jäger die Jurameere. Die Fossilien aus dieser Lagerstätte sind aufgrund ihrer atemberaubenden Erhaltung, die weit über das Skelett hinausgeht, von unschätzbarem wissenschaftlichem Wert.
Biologie und Lebensweise
Stenopterygius war das Paradebeispiel für konvergente Evolution: Er entwickelte eine Körperform, die heutigen Delfinen oder Thunfischen (thunniform) verblüffend ähnlich sah, obwohl er ein Reptil war. Mit einer Länge von bis zu 3,5 Metern war er ein mittelgroßer Prädator, der seine stromlinienförmige Gestalt und die hohe, sichelförmige Schwanzflosse nutzte, um blitzschnell Tintenfischen (Belemniten) und Fischen nachzustellen.
Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Fischsaurier warmblütig war (homoiotherm) und eine isolierende Fettschicht (Blubber) besaß, ähnlich wie moderne Meeressäugetiere. Diese Anpassung half ihm, in kälteren Gewässern zu jagen. Fossilien belegen auch, dass diese Tiere lebendgebärend waren und ihre Jungen im Wasser zur Welt brachten.
Die Besonderheit der Weichteilerhaltung
Der wahre Schatz der Holzmadener Funde liegt in der außergewöhnlichen Konservierung von Weichteilen, die in den meisten anderen Fossillagerstätten der Welt nicht erhalten bleiben.
- Hautumrisse & Pigmentierung: Viele Exemplare zeigen nicht nur das Skelett, sondern auch einen dunklen Film, der die äußere Körperform (Flossen, Rückenflosse, Schwanzflosse) nachzeichnet. Chemische Analysen dieser Reste haben sogar Melanosome (Pigmentzellen) identifiziert, die auf eine Tarnfärbung hindeuten: dunkel auf dem Rücken, hell auf dem Bauch (Gegenfärbung).
- Bindegewebe & Blubber: In den Flossen wurden Reste eines komplexen Netzwerks aus versteiften Fasern gefunden, die den Flossen die nötige Festigkeit für effizientes Schwimmen gaben. Direkt unter der Haut wurden chemische Signaturen einer Fettschicht nachgewiesen, der erste direkte chemische Beweis für Warmblütigkeit bei einem Fischsaurier.
- Mageninhalte & Embryonen: Seltene Funde zeigen den letzten Mageninhalt (oft Haken von Belemniten) unter den Rippen oder sogar vollständig erhaltene Embryonen im Mutterleib, was Rückschlüsse auf Ernährung und Fortpflanzung zulässt.
Konservatlagerstätte Holzmaden: Ein Fenster in die Urzeit
Diese detailreiche Erhaltung ist dem einzigartigen Ablagerungsmilieu im Jurameer zu verdanken: der extrem sauerstoffarmen (anoxischen) Umgebung am Meeresgrund. Diese Bedingungen verhinderten, dass Aasfresser und Bakterien die Kadaver zersetzten, und ermöglichten die Entstehung einer der bedeutendsten Fossil-Lagerstätten der Welt. Ein Stenopterygius quadriscissus aus Holzmaden ist daher ein faszinierendes wissenschaftliches Dokument, das tiefe Einblicke in die Biologie eines längst vergangenen Spitzenprädators bietet.







