Ichthyosaurus Stenopterygius quadriscissus
195x55x5 cm; ca. 100 kg
Holzmaden; Lias Epsilon II/5 (Unterer Stein)
This is the one of a hundred, very complete specimen, enbedded in the original matrix!
Undoubtlly the most spectacular Ichthyosaur we offered so far. It has museum quality and comes with an expert report from the Hauff Urwelt-Museum evaluating the fossil.
Bernhard Hauff gave the hint, appraising the Ichthyo, that there are several bite marks visible at the front paddles, when it was attacked by a persecutor, what makes this specimen even more special.
With a length of 195 cm it is not an adult specimen (becoming up to many meters), so it still handable (two persons are able to carry it). The plate is quite stable, with mounds on back ready for wall hanging.
In comparison: For another complete but composed and inserted Ichthyosaur, usually offered by resellers, you will typically pay 30k plus. Located close to Holzmaden, avoiding resellers, we are able to offer a museum quality specimen at significantly less, making this offer an excellent investment. Pieces like that are offered rarely and will get less in the future as quarries close one to the next.
Buying this fossil the collector/owner will bill you. Fossiland will provide you all the safety, including 100% satisfaction guaranteed, 14-day return policy and worldwide shipping on request.
Sold on behalf of a customer to The Yorkshire Natural History Museum.
Der Delfin der Urzeit: Stenopterygius quadriscissus aus Holzmaden
Der Stenopterygius quadriscissus gilt als das ikonischste Fossil der weltberühmten Posidonienschiefer-Formation von Holzmaden (Unterjura, vor rund 180 Millionen Jahren). Diese Art, deren Name „schmalflügeliger Vierfach-Zerschneider“ bedeutet, dominierte als schneller, fischfressender Jäger die Jurameere. Die Fossilien aus dieser Lagerstätte sind aufgrund ihrer atemberaubenden Erhaltung, die weit über das Skelett hinausgeht, von unschätzbarem wissenschaftlichem Wert.
Biologie und Lebensweise
Stenopterygius war das Paradebeispiel für konvergente Evolution: Er entwickelte eine Körperform, die heutigen Delfinen oder Thunfischen (thunniform) verblüffend ähnlich sah, obwohl er ein Reptil war. Mit einer Länge von bis zu 3,5 Metern war er ein mittelgroßer Prädator, der seine stromlinienförmige Gestalt und die hohe, sichelförmige Schwanzflosse nutzte, um blitzschnell Tintenfischen (Belemniten) und Fischen nachzustellen.
Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Stenopterygius warmblütig war (homoiotherm) und eine isolierende Fettschicht (Blubber) besaß, ähnlich wie moderne Meeressäugetiere. Diese Anpassung half ihm, in kälteren Gewässern zu jagen. Fossilien belegen auch, dass diese Tiere lebendgebärend waren und ihre Jungen im Wasser zur Welt brachten.
Die Besonderheit der Weichteilerhaltung
Der wahre Schatz der Holzmadener Stenopterygius-Funde liegt in der außergewöhnlichen Konservierung von Weichteilen, die in den meisten anderen Fossillagerstätten der Welt nicht erhalten bleiben.
- Hautumrisse & Pigmentierung: Viele Exemplare zeigen nicht nur das Skelett, sondern auch einen dunklen Film, der die äußere Körperform (Flossen, Rückenflosse, Schwanzflosse) nachzeichnet. Chemische Analysen dieser Reste haben sogar Melanosome (Pigmentzellen) identifiziert, die auf eine Tarnfärbung hindeuten: dunkel auf dem Rücken, hell auf dem Bauch (Gegenfärbung).
- Bindegewebe & Blubber: In den Flossen wurden Reste eines komplexen Netzwerks aus versteiften Fasern gefunden, die den Flossen die nötige Festigkeit für effizientes Schwimmen gaben. Direkt unter der Haut wurden chemische Signaturen einer Fettschicht nachgewiesen, der erste direkte chemische Beweis für Warmblütigkeit bei einem Ichthyosaurier.
- Mageninhalte & Embryonen: Seltene Funde zeigen den letzten Mageninhalt (oft Haken von Belemniten) unter den Rippen oder sogar vollständig erhaltene Embryonen im Mutterleib, was Rückschlüsse auf Ernährung und Fortpflanzung zulässt.
Konservatlagerstätte Holzmaden: Ein Fenster in die Urzeit
Diese detailreiche Erhaltung ist dem einzigartigen Ablagerungsmilieu im Jurameer zu verdanken: der extrem sauerstoffarmen (anoxischen) Umgebung am Meeresgrund. Diese Bedingungen verhinderten, dass Aasfresser und Bakterien die Kadaver zersetzten, und ermöglichten die Entstehung einer der bedeutendsten Fossil-Lagerstätten der Welt. Ein Stenopterygius quadriscissus aus Holzmaden ist daher ein faszinierendes wissenschaftliches Dokument, das tiefe Einblicke in die Biologie eines längst vergangenen Spitzenprädators bietet.






