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Solnhofen Rhamphorhynchus longicaudus

45.000,00 

Spektakulärer Langschwanzflugsaurier Rhamphorhynchus aus dem Jura von Solnhofen. Eine Fossilien-Ikone mit phantastischen Details! Vollständig und sehr delikat.

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Rhamphorhynchus longicaudus

Fundort: Langenaltheim, Langenaltheimer Haardt; Solnhofener Revier/ Deutschland
Lithostratigraphie: Unter-Tithonium, Weißjura-Gruppe, Altmühltal-Formation, Obere Solnhofen-Subformation
Biostratigraphie: Hybonotum-Zone, Rueppelianus-Subzone, rueppelianus-Horizont
Alter: ca. 150,8 - 152 Mio. Jahre +/- 2 Mio. Jahre
Größe Platte: 44 x 44 cm, Sichtfenster: 21 x 10 cm
Größe Fossil: 9 x 20 cm (größte Ausdehnung), Schädel ca. 4,5 cm

Authentisch - in Originalmatrix, nicht umgebettet. Keine Manipulationen, kein Komposit. Mit nur geringfügigen Restaurationen.

Spektakulärer Flugsaurier mit Provenienznachweis. Vollständig, ästhetisch, artikuliert.  Die Fossilien-Ikone aus dem Oberjura.

Angeboten im Kundenauftrag. Bitte nehmen Sie keine Zahlung im Shop vor. Verkauf im Namen und auf Rechnung des Eigentümers.

 

Langschwanzflugsaurier Rhamphorhynchus – einer der spektakulärsten Funde des Solnhofen-Archipels

Erhaltung

Vollständiger Langschwanzflugsaurier (Rhamphorhynchoidea) einer kleinwüchsigen Art. Ohne erkennbare Dislokation, die Knochen sind im originalen Verbund. Der Schädel ist vollständig erhalten, die Augenscheibe (Scleralring) möglicherweise noch in der Originalmatrix verdeckt. Deutlich sichtbar ist die Hälfte der für diese Gattung typischen 34 langen, nach vorne gerichteten, konischen Zähne. Partielle, mit dem bloßen Auge nicht oder nur schwer erkennbare, vereinzelte Fehlstellen und Restaurationen an Fossil und Matrix von nur punktuellem Ausmaß.

Bergung

Das Fossil wurde in Teilen geborgen. Platte und Gegenplatte wurden in der Werkstatt fachgerecht zusammengefügt, um die Knochen vollständig freizulegen. Ein rückwärtiger Teil der Platte ist wohl bei der Bergung aufgespalten und wurde später durch eine Trägerplatte ergänzt - ohne Beeinträchtigung der Schauseite (Originalmatrix).

Präparation

Die Präparation des delikaten Fossils erfolgte mit größter Sorgfalt mechanisch, wohl in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts unter dem Binokular mittels Schaber, Skalpellen und Nadeln. Eine Deckplatte (44 x 44 cm) bringt das Fossil im Sichtfenster (21 x 10 cm) optisch zur Geltung.

Bewertung

Es handelt es sich um ein Original-Fossil mit nur geringfügigen Restaurationen. Ein sehr exklusives Objekt, zumal im natürlichen Zustand, sehr selten angeboten. Bei den wenigen Exemplaren, die in den Markt gelangen, handelt es sich zumeist um Komposite, aus mehreren Individuen zusammengesetzte Exemplare, teils unterschiedlicher Herkunft, zwecks Aufhübschung umgebettet in eine neue Matrix als Trägerplatte. Dies kann vorliegend ausgeschlossen werden. Das Fossil beeindruckt durch seine Ästhetik, insbesondere den markanten Schädel mit Bezahnung. Ungefähr mittig in der Trägerplatte angeordnet, kommt das delikate Fossil zur vollen Geltung. Eine ikonische Delikatesse!

Laut Bennett (1995) kann R. longicaudus möglicherweise als Junior-Synonym zu R. muensteri betrachtet werden. Die Unterschiede, die bislang zur Trennung beider Arten führen, sind möglicherweise ontogenetisch. Die Merkmale von longicaudus – wie die proportional längere Schnauze oder die noch nicht verwachsenen Schädelknochen – sind typisch für juvenile Individuen. Ungeachtet der systematischen Zuordnung, ist vorliegendes Fossil von besonderer Seltenheit und wissenschaftlichem Interesse.

Sonstiges

Dieses herausragende Sammelobjekt wird angeboten im Kundenauftrag. Über Jahrzehnte war es das Kernstück der privaten Sammlung einer traditionsreichen Steinbruch-Familie im Solnhofener Revier. Der einzige über Jahrzehnte in diesem Steinbruch gefundene Flugsaurier. Die Provenienz ist eindeutig belegt.

 

Wissenschaftliche Einordnung und Morphologie

Die Gattung Rhamphorhynchus ist der wohl bekannteste Vertreter der „langschwänzigen“ Flugsaurier aus den Solnhofener Plattenkalken. Als hochspezialisierter Jäger beherrschte er den Luftraum über den jurassischen Lagunen und stellt ein Paradebeispiel für die evolutionäre Anpassung an eine piscivore (fischfressende) Lebensweise dar.

Zahnstellung und Kiefer: Bei erstklassigen Exponaten ist die charakteristische Überkreuzung der Zähne (Fanggebiss) deutlich erkennbar. Die Erhaltung der fragilen Zahnschmelz-Strukturen auf dem hellen Kalkstein ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

Skelett-Artikulation: Da Flugsaurierknochen hohl und extrem leicht gebaut sind („pneumatisiert“), sind komplette Skelette im anatomischen Verbund sehr selten. Sammler achten besonders auf die Präsenz der feinen Fingerknochen und des Brustbeins (Sternum), welches als Ansatzpunkt für die mächtige Flugmuskulatur diente.

Besonders bemerkenswert ist die vollständige Erhaltung des Schädels. Die Kiefer zeigen deutlich die charakteristische proklinale Bezahnung, bei der die nadelartigen Zähne nach vorne gerichtet sind und sich beim Schließen des Mauls überkreuzen. Diese Anpassung gilt als Hinweis auf eine Ernährung aus kleinen Fischen und Kopffüßern, die vermutlich im Flug von der Wasseroberfläche erbeutet wurden.
Auch das postkraniale Skelett ist außergewöhnlich gut artikuliert. Der Flugapparat lässt sich klar nachvollziehen: Der kurze, kräftige Humerus, der Unterarm mit Radius und Ulna sowie der stark verlängerte Flügelfinger mit seinen vier Phalangen sind deutlich erkennbar. Besonders hervorzuheben ist die Sichtbarkeit des Pteroid-Knochens, der bei Pterosauriern eine wichtige Rolle bei der Spannung der vorderen Flughaut spielte.
Unterhalb des Rumpfes sind die feinen Gastralia (Bauchrippen) erhalten, ein Detail, das nur unter besonders günstigen Fossilisationsbedingungen überliefert wird und die außergewöhnliche Qualität dieser Konservatlagerstätte unterstreicht.

Schädel

Der langgestreckte Schädel mit spitzer Schnauze gehört zu den markanten Merkmalen der Gattung.
Deutlich erkennbar sind:
• Prämaxilla und Dentale mit den charakteristischen Fangzähnen
• große Orbita (Augenhöhle)
• Antorbitalfenster, eine Öffnung vor dem Auge zur Gewichtsreduktion des Schädels
Die große Augenhöhle deutet auf ein sehr gutes Sehvermögen hin, das möglicherweise auch an dämmerungs- oder nachtaktive Lebensweisen angepasst war.

Wirbelsäule und Rumpf

Die Wirbelsäule zieht sich vom Hinterhaupt durch den gesamten Körper.
Erkennbar sind:
• Halswirbelsäule in typischer postmortaler „Todespose“
• Rückenwirbel und Rippen
• feine Gastralia
Das Becken zeigt die getrennten Elemente des Ilium, Ischium und Pubis, die im Bereich der Hüftpfanne zusammentreffen.

Flugapparat

Der Flugapparat ist eines der eindrucksvollsten Merkmale dieses Exemplars.
Typische Elemente sind:
• Humerus – kurzer, kräftiger Oberarmknochen
• Radius und Ulna – bilden den Unterarm
• Carpalia – Handwurzelbereich
• Metacarpus IV – stark verlängerter vierter Mittelhandknochen
• Flugfinger – bestehend aus vier langen Phalangen
Diese Knochenkette trägt die Flughaut (Patagium) und bildet den tragenden Teil des Flügels. Die Phalangen liegen in der für gefaltete Flügel typischen Z-förmigen Lagerung.

Schwanz

Namensgebend für die Gattung ist der extrem lange, versteifte Schwanz, der aus zahlreichen Caudalwirbeln besteht und durch verknöcherte Sehnen stabilisiert wird. Am Ende befand sich eine rautenförmige Schwanzvane, die vermutlich als aerodynamisches Steuerorgan im Flug diente.

Ontogenetischer Zustand

Mehrere Merkmale sprechen dafür, dass es sich um ein juveniles Individuum handelt:

  • geringe Fusion der Epiphysen an den Langknochen
  • relativ große Orbita im Verhältnis zum Schädel
  • vergleichsweise grazile Bezahnung
  • noch nicht vollständig verschmolzene Elemente im Handgelenkbereich

Die geschätzte Flügelspannweite dieses Exemplars dürfte etwa 35–45 cm betragen haben.

Paläoökologie

Während des Oberjura war die Region um Solnhofen und Eichstätt eine subtropische Lagunenlandschaft mit zahlreichen Inseln und flachen Meeresbecken. Die feinkörnigen Karbonatschlämme dieser Lagunen führten zu den weltweit berühmten Konservatlagerstätten der Solnhofener Plattenkalke, in denen selbst feinste anatomische Details erhalten bleiben konnten.

Rhamphorhynchus war vermutlich der „Seevogel“ dieser Jurazeit und teilte sich den Lebensraum mit:

  • Pterodactylus (Kurzschwanzflugsaurier)
  • Archaeopteryx (Urvogel)
  • zahlreichen Fischen, Krebstieren und Kopffüßern

Sein Gebiss war optimal angepasst, um Beute direkt von der Wasseroberfläche zu greifen.

Der Superlativ jeder Solnhofen-Kollektion

Dieses spektakuläre Fossil vereint mehrere Merkmale, die es für Sammler und wissenschaftlich Interessierte besonders attraktiv machen:

  • vollständiges Exemplar, markanter Schädel mit deutlich sichtbarer Bezahnung
  • sehr gute Artikulation des postkranialen Skeletts
  • klar erkennbarer Flugapparat

Flugsaurier zählen neben dem Archaeopteryx zu den ikonischen Fossilien des Oberjura schlechthin und sind weltweit nachgefragt. Vollständig erhaltene Flugsaurier sind äußerst selten. Laut Hone & McDavid (2025) wurden in über 200 Jahren intensivem Abbau bislang 125 Exemplare der Gattung Rhamphorhynchus geborgen. Zum Vergleich: 14 Skelettfunde von Archaeopteryx (und >2.500 Ichthyosaurier aus Holzmaden).

Zum Vergleich angeführt sei das „Berliner Exemplar“ von Rhamphorhynchus longicaudus aus dem Humboldt-Museum (direkt neben dem Archäopteryx ausgestellt).

Erwerben Sie ein Stück Erdgeschichte

Dieses Fossil ist mehr als ein Sammlerstück; es ist ein zeitloses Kunstwerk der Natur und ein wertstabiles Investment, die Wert auf lückenlose Provenienz und kompromisslose Authentizität legen.

Besichtigung & Kontakt:
Überzeugen Sie sich persönlich von der Qualität dieses Unikats. Eine Besichtigung ist jederzeit nach Absprache in Tübingen möglich. Zudem präsentieren wir das Stück auf folgenden Fachmessen:

  • Fossilien-Börse: 11./12.04.2026
  • Mineral & Gem, Sainte-Marie-aux-Mines: 22.–28.06.2026

Weltweiter, gesicherter Versand ist möglich.

 

Quellverweise:

https://www.reptileevolution.com/rhamphorhynchus-n10.htm

https://dinodata.de/bibliothek/pdf_h/1847/von_Meyer_1847_Rhamphorhynchus_dd.pdf

https://de.wikipedia.org/wiki/Rhamphorhynchus

http://www.paleofile.com/Pterosaurs/Rhamphorhynchus.asp

https://www.researchgate.net/publication/328388674_First_juvenile_Rhamphorhynchus_recovered_by_phylogenetic_analysis

https://www.cambridge.org/core/journals/journal-of-paleontology/article/abs/statistical-study-of-rhamphorhynchus-from-the-solnhofen-limestone-of-germany-yearclasses-of-a-single-large-species/AA8B5E9941FEDEEAAD5DDA4DA2F54778

https://storage.googleapis.com/mcdavid-papers/Hone%20McDavid%202025%20Rhamphorhynchus.pdf

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