Dapedium caclatus
70x50x3 cm (fossil: 40 cm)
Holzmaden; Lias Epsilon I/2
Extremely rare, complete fish, spectacular preservation, original fins (proof by UV light), typically quare-shaped scales and a bony-armoured head with detailed teeth and scleral eye ring, enbedded in a stable Fleins slab with wall-hanging moulds. Dapedium is much rarer than any Ichthyosaur or crinoid.
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Der Panzerfisch des Jurameeres: Dapedium caclatus aus Holzmaden
Dapedium caclatus (oder punctatus) ist ein faszinierender, ausgestorbener Knochenfisch, der vor rund 180 Millionen Jahren das europäische Jurameer besiedelte. Die Funde aus dem schwarzen Posidonienschiefer von Holzmaden sind besonders begehrt, da sie oft eine exquisite Erhaltung der dicken Schuppenpanzerung zeigen, die diesem Fisch sein charakteristisches Aussehen verlieh.
Biologie und Lebensweise
Diese Gattung gehört zur Gruppe der Neopterygii („neue Flossen“), einer Unterklasse von Knochenfischen, zu der auch die meisten modernen Fischarten zählen. Sein Körper war stark seitlich abgeflacht und nahezu kreisförmig geformt, ähnlich einer heutigen Meerbrasse oder einem „Dinner-Plate“.
Sein Name (vom Griechischen „dapédon“ für „Pflaster“) ist Programm: Der Körper war mit großen, dicken, rautenförmigen Ganoidschuppen bedeckt, die wie eine Rüstung wirkten. Der Schädel war ebenfalls durch knöcherne Platten gepanzert. Diese Panzerung war ein effektiver Schutz gegen große Prädatoren wie Ichthyosaurier.
Seine Bezahnung war robust und bestand aus kleinen, kegelförmigen Zähnen am Kieferrand sowie zusätzlichen, pflastersteinartigen Quetschzähnen auf dem Gaumen. Diese Spezialisierung deutet auf eine durophage (hartschalige) Ernährung hin. Der Fisch fraß wahrscheinlich Muscheln, kleine Krebstiere und Seeigel, die er vom Meeresboden abweidete und knackte.
Die kleinen Brust- und Beckenflossen und der kräftige, aber kurze Schwanz weisen darauf hin, dass das Tier kein schneller Verfolger im offenen Wasser war. Stattdessen nutzte er seinen Körperbau, um schnelle Richtungswechsel zu vollziehen und in der Nähe des Meeresbodens oder von Riffen nach Beute zu suchen und sich zu verstecken.
Die Besonderheit der Holzmaden-Funde
Fossilien aus Holzmaden bestechen durch ihre außergewöhnliche Konservierung im feinkörnigen Schiefer. Die anoxischen Bedingungen am Meeresgrund verhinderten die Zersetzung und erlaubten die detailreiche Erhaltung der knöchernen Strukturen und des Schuppenpanzers, oft mit einem goldenen Schimmer durch Pyritisierung.
Prachtvolle Exemplare wie das vorliegende sind weit mehr als eine Versteinerung – sie sind ein eindrucksvolles Dokument einer hochspezialisierten Lebensweise und ein exquisites Exponat für jede anspruchsvolle paläontologische Sammlung.



