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Solnhofen Mesolimulus walchi

2.950,00 

Pfeilschwanzkrebs Mesolimulus aus dem Solnhofener Plattenkalk (Jura). Vollständige Exemplar in sehr guter Erhaltung. Attraktives Sammlerstück mit Laufspur!

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Solnhofen Mesolimulus walchi mit Laufspur

Fundort: Langenaltheim, Langenaltheimer Haardt; Solnhofener Revier/ Deutschland
Lithostratigraphie: Unter-Tithonium, Weißjura-Gruppe, Altmühltal-Formation, Obere Solnhofen-Subformation
Biostratigraphie: Hybonotum-Zone, Rueppelianus-Subzone, rueppelianus-Horizont
Alter: ca. 150,8 - 152 Mio. Jahre +/- 2 Mio. Jahre
Größe Platte/Gegenplatte: 57 x 34 cm
Größe Fossil: 14 cm (größte Ausdehnung)

Großer, sehr gut erhaltener „Pfeilschwanzkrebs“ mit Laufspur!

Platte und Gegenplatte. Authentisches Fossil in Originalmatrix, Bruchstellen fachmännisch verklebt, nicht umgebettet. Mit Provenienznachweis.

Üblicherweise werden (Haupt-)Platte (Negativ) und Gegenplatte (Positiv) separat verkauft. Hier ein selten angebotenes Pärchen.

Angeboten im Kundenauftrag. Bitte nehmen Sie keine Zahlung im Shop vor. Verkauf im Namen und auf Rechnung des Eigentümers. Kontakt: info@fossiland.com

 

Mesolimulus walchi – Ein lebendes Fossil im Todeskampf

Dieses außergewöhnliche Fossil-Ensemble zeigt den berühmtesten Überlebenskünstler der Erdgeschichte: den Pfeilschwanzkrebs Mesolimulus. Funde aus den Solnhofener Plattenkalken (ca. 150 Mio. Jahre) sind weltberühmt, doch dieses Stück ist eine Seltenheit: Eine Doppelplatte (Positiv & Negativ), die nicht nur das Tier, sondern auch seine letzte Laufspur (Kouphichnium) im feinen Kalkschlamm verewigt hat.

Wissenschaftliche Einordnung und Morphologie

  • Evolutionäre Unveränderlichkeit: Mesolimulus ist ein Paradebeispiel für morphologische Stabilität. Sein Bauplan hat sich über Hunderte Millionen Jahre kaum verändert. Als naher Verwandter der heutigen Limulus-Arten ist er ein biologisches Wunderwerk, das Massenaussterben und Kontinentalverschiebungen trotzte.
  • Das „Todesfährten“-Phänomen: Das Highlight dieses Exponats ist die fossilisierte Laufspur. Sie dokumentiert die letzten Bewegungen des Tieres auf dem sauerstoffarmen Grund der Lagune. Diese Kombination aus Körperfossil und Spurenfossil (Ichnofossil) macht das Stück zu einer dynamischen Momentaufnahme der Urzeit – ein biologisches Drama, eingefroren in Stein.
  • Geometrie der Urzeit: Der hufeisenförmige Kopfschild (Prosoma) und der lange, spitze Schwanzstachel (Telson) erzeugen eine ikonische Silhouette. Auf der Doppelplatte spiegelt sich diese Form perfekt wider – ein faszinierendes Spiel aus Licht und Schatten, Relief und Abdruck.

Die feinen Details – worauf Sammler achten:

  • Die Laufspur: Das entscheidende Qualitätsmerkmal ist die Deutlichkeit der Trittsiegel. Bei Top-Stücken sind die feinen Abdrücke der Scherenfüße und die Schleifspur des Schwanzstachels als gestochen scharfes Relief erkennbar. Eine klare Fährte, die direkt zum Fossil führt, gilt als „Heiliger Gral“ der Solnhofen-Sammler.
  • Erhaltung des Telsons: Der lange Schwanzstachel ist extrem fragil. Achten Sie auf die vollständige Erhaltung bis zur nadelspitzen Endung. Brüche oder Ergänzungen im Bereich des Stachels sind bei minderwertigen Stücken häufig; hier zeigt sich die Präparationskunst in der Freilegung der feinen Spitze.
  • Artikulation der Segmente: Ein museales Exemplar zeigt eine perfekte Trennung zwischen dem vorderen Schild und dem gegliederten Hinterleib (Opisthosoma). Wenn zudem die winzigen seitlichen Dornen am Hinterleib symmetrisch und ohne Versatz erhalten sind, handelt es sich um ein Kabinettstück von höchstem Rang.

Ein Highlight für jede Solnhofen-Kollektion

Ein Mesolimulus auf Doppelplatte mit Laufspur ist weit mehr als ein Fossil – es ist eine erzählende Skulptur. Für Sammler, die Wert auf Ästhetik und wissenschaftlichen Kontext legen, bietet dieses Ensemble eine seltene Gelegenheit. Ein „Urzeit-Wanderer“ auf seinen letzten Dezimetern im Stein gebannt.

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