, ,

Solnhofen Ionoscopus sp.

Raubfisch Ionoscopus aus dem Jura des Solnhofener Reviers (Plattenkalke). Vollständiges Exemplar. historisches Sammlerstück, Rarität einer erloschenen Fundstelle.

Solnhofen Ionoscopus sp.

53.5×24 cm (Matrix)
Solnhofener Revier, Plattenkalke, Bayern, Deutschland (genauer Fundort wird Käufer mitgeteilt)

Historisches Sammlerstück mit besonderer Grabungsgeschichte. Gefunden vor ca. 50 Jahren, zeitgemäße Präparation mit Restaurationen, in Originalmatrix, nicht umgebettet.
Angeboten im Kundenauftrag.

nicht mehr verfügbar

Ionoscopus – Ein spezialisierter Raubfisch des Solnhofen-Archipels

Die Gattung Ionoscopus gehört zur Ordnung der Ionoscopiformes und stellt einen markanten Vertreter der räuberischen Fischfauna innerhalb der oberjurassischen Plattenkalke dar. Er wird oft im Schatten des bekannteren Caturus genannt, unterscheidet sich jedoch durch signifikante anatomische Merkmale, die ihn für wissenschaftlich orientierte Sammlungen besonders interessant machen.

 

Wissenschaftliche Einordnung und Morphologie

    • Anatomische Abgrenzung: Im Vergleich zu anderen zeitgenössischen Räubern zeichnet sich Ionoscopus durch einen kräftigen, eher gedrungenen Körperbau und einen massiven Schädel aus. Charakteristisch ist das große, tiefe Maul, das auf ein breites Beutespektrum schließen lässt.
    • Die Sinnesleistung: Ein besonderes Merkmal der Ionoscopiden ist der Aufbau der Augenregion und des Schädeldaches, was auf eine hoch entwickelte visuelle Orientierung in den lichtdurchfluteten Lagunen hindeutet.
    • Taxonomische Bedeutung: Als namensgebende Gattung seiner Familie liefert Ionoscopus wichtige Daten zur Evolution der Halecomorphi (einer Gruppe von Knochenfischen, zu denen auch der heutige Kahlhecht zählt).

Merkmale der fossilen Erhaltung – Analyse für den Sammler:

  • Schädelarchitektur: Bei Ionoscopus sind die Deckknochen des Schädels oft sehr robust überliefert. Für Sammler ist die Integrität des Kiemendeckels (Operculum) und der Mandibel (Unterkiefer) ein entscheidendes Kriterium für die Qualität des Stücks.
  • Flossenmorphologie: Die Rückenflosse ist im Vergleich zu Caturus oft kürzer und sitzt weiter hinten am Körper. Die Schwanzflosse ist kräftig und zeigt die für diese Gruppe typische, leicht asymmetrische (hemi-heterozerke) Struktur, die eine hohe Beschleunigung ermöglichte.
  • Beschuppung: Die Schuppen sind meist dünner als bei den stark gepanzerten Semionotiden, jedoch bei guter Erhaltung als feine, regelmäßige Struktur auf der Matrix sichtbar.

Ein Highlight für jede Solnhofen-Kollektion

Ionoscopus ist das ideale Belegstück für Sammler, welche die Komplexität der Nahrungsketten im Jura-Meer dokumentieren möchten. Er repräsentiert eine spezialisierte Linie von Jägern in einem Ökosystem, das von extremer biologischer Vielfalt geprägt war. Ein solches Fossil ist nicht nur ein seltener Fund, sondern ein Fenster in die Evolution der modernen Knochenfische inmitten des subtropischen Solnhofen-Archipels.

Nach oben scrollen