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Solnhofen Eryon arctiformis

760,00 

Zehnfußkrebs Eryon aus dem Solnhofener Plattenkalk (Jura). Vollständiges Exemplar exzellenter Qualität. Platte und Gegenplatte - attraktives Sammlerstück!

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Solnhofen Eryon arctiformis

Fundort: Langenaltheim, Langenaltheimer Haardt; Solnhofener Revier/ Deutschland
Lithostratigraphie: Unter-Tithonium, Weißjura-Gruppe, Altmühltal-Formation, Obere Solnhofen-Subformation
Biostratigraphie: Hybonotum-Zone, Rueppelianus-Subzone, rueppelianus-Horizont
Alter: ca. 150,8 - 152 Mio. Jahre +/- 2 Mio. Jahre
Größe Platte/Gegenlatte: 18 x 16.5/14 x 12 cm
Größe Fossil: 11 cm (größte Ausdehnung)

Sehr gut erhaltener „Zehnfußkrebs“ - nicht koloriert.

Authentisches Fossil in Originalmatrix, nicht umgebettet. Mit Provenienznachweis.

Üblicherweise werden (Haupt-)Platte (Negativ) und Gegenplatte (Positiv) separat verkauft. Hier ein selten angebotenes Pärchen.

Angeboten im Kundenauftrag. Bitte nehmen Sie keine Zahlung im Shop vor. Verkauf im Namen und auf Rechnung des Eigentümers. Kontakt: info@fossiland.com

 

Eryon arctiformis – Die Krebs-Ikone aus Solnhofen

Eryon arctiformis ist eine Ikone der Solnhofen-Fauna (ca. 150 Mio. Jahre). Mit seinem außergewöhnlich breiten, flachgedrückten Körperbau unterscheidet er sich radikal von allen anderen Krebstieren seiner Zeit. Dieser spezialisierte Bodenbewohner repräsentiert eine ausgestorbene Linie der Zehnfußkrebse (Decapoda), die perfekt an das Leben im feinen Kalkschlamm der Lagunen angepasst war.

Wissenschaftliche Einordnung und Morphologie

  • Die Geometrie des Überlebens: Der Körper von Eryon ist fast kreisrund bis quadratisch abgeflacht. Diese extreme Morphologie diente vermutlich der Tarnung am Meeresgrund und schützte das Tier vor der starken Strömung oder den Blicken von Raubfischen. Er ist der „Flunder“ unter den jurassischen Krebsen.
  • Scheren-Spezialisierung: Trotz seiner gedrungenen Form besitzt Eryon sehr lange, schmale Scherenbeine (Chelipeden). Diese kontrastieren stark mit dem massiven Körper und verleihen dem Fossil eine architektonische, fast spinnenartige Ästhetik.
  • Ausgestorbene Perfektion: Die Familie der Eryonidae ist heute weitgehend ausgestorben; ihre nächsten lebenden Verwandten sind die seltenen Tiefseekrebse der Gattung Willemoesia. Ein Eryon-Fossil ist somit ein Fenster in eine verlorene biologische Welt.

Die feinen Details – worauf Sammler achten:

  • Die Symmetrie der Scheren: Das wertvollste Merkmal ist die vollständige Erhaltung der ersten beiden Scherenpaare. Da diese sehr lang und dünn sind, liegen sie oft angewinkelt oder sind unvollständig. Ein Exemplar, bei dem beide Scheren symmetrisch nach vorne gestreckt sind („Scheren-Pracht“), gilt als museales Kabinettstück.
  • Die Segmentierung des Abdomens: Obwohl der Vorderkörper (Carapax) dominiert, ist der Hinterleib (Pleon) bei Eryon sehr charakteristisch breit und kurz. Achten Sie auf die Erhaltung der seitlichen Stacheln an den Hinterleibssegmenten – sind diese scharf gezeichnet, zeugt das von einer erstklassigen Fossilisationsqualität.
  • Die Augenstiele und Antennen: Bei exzellenten Funden sind am Vorderrand des Panzers die Aussparungen für die Augen und die kurzen, kräftigen Antennenbasen sichtbar. Diese feinen anatomischen Details heben ein gewöhnliches Stück in die Klasse der wissenschaftlich relevanten Sammlerobjekte.

Ein Highlight für jede Solnhofen-Kollektion

Eryon arctiformis ist aufgrund seiner bizarren Form ein absoluter Favorit unter Sammlern weltweit. Wer die Vielfalt der Solnhofener Arthropoden dokumentieren möchte, kommt an diesem „Panzer Krebs“ nicht vorbei.

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