Solnhofen Comaturella pinnata
Fundort: Langenaltheim, Langenaltheimer Haardt; Solnhofener Revier/ Deutschland
Lithostratigraphie: Unter-Tithonium, Weißjura-Gruppe, Altmühltal-Formation, Obere Solnhofen-Subformation
Biostratigraphie: Hybonotum-Zone, Rueppelianus-Subzone, rueppelianus-Horizont
Alter: ca. 150,8 - 152 Mio. Jahre +/- 2 Mio. Jahre
Größe Platte: 26 x 25 cm
Größe Fossil: 8.5 cm (größte Ausdehnung)
Perfekt erhaltener „Haarstern“ - nicht koloriert.
Authentisches Fossil in Originalmatrix, nicht umgebettet, ungebrochene Platte. Mit Provenienznachweis.
Angeboten im Kundenauftrag. Bitte nehmen Sie keine Zahlung im Shop vor. Verkauf im Namen und auf Rechnung des Eigentümers. Kontakt: info@fossiland.com
Comaturella pinnata – Die versteinerte Blume des Jurameeres
Comaturella pinnata ist kein Tier im klassischen Sinne, sondern ein faszinierender Vertreter der Haarsterne (Crinoidea). Während viele ihrer Verwandten fest am Meeresgrund verwurzelt waren, repräsentiert Comaturella aus dem Oberjura (ca. 150 Mio. Jahre) eine hochspezialisierte, frei schwimmende Lebensform. In der fossilen Überlieferung wirkt sie wie eine filigrane Blüte, die für die Ewigkeit in Stein festgehalten wurde.
Wissenschaftliche Einordnung und Morphologie
- Dynamik der Schwerelosigkeit: Im Gegensatz zu gestielten Seelilien konnten Haarsterne wie Comaturella aktiv schwimmen oder sich mit ihren Greifarmen (Cirren) an Korallen oder Treibgut festhalten. Diese Mobilität ermöglichte es ihnen, in den nährstoffreichen Strömungen des Solnhofen-Archipels zu überleben.
- Fraktale Geometrie: Der Körper besteht aus einem zentralen Kelch, von dem aus sich zehn lange, federartige Arme erstrecken. Diese Arme sind mit unzähligen feinen Fiederchen (Pinnulae) besetzt, die eine riesige Oberfläche bildeten, um Plankton aus dem Wasser zu filtern – ein Meisterwerk der natürlichen Effizienz.
- Echinodermen-Anatomie: Als Stachelhäuter ist Comaturella verwandt mit Seesternen und Seeigeln. Ihr Skelett besteht aus Tausenden einzelner Kalkplättchen, die durch elastisches Gewebe verbunden waren, was ihr im Leben eine unglaubliche Flexibilität verlieh.
Die feinen Details – worauf Sammler achten:
- Die Erhaltung der Pinnulae: Das absolut kritische Qualitätsmerkmal ist die Sichtbarkeit der winzigen Fiederchen an den Armen. Bei einfachen Stücken sind oft nur die Hauptarme (Rami) zu sehen. Wenn die feinen „Härchen“ jedoch wie ein zarter Flaum von den Armen abstehen, handelt es sich um ein Präparat von höchster wissenschaftlicher und ästhetischer Güte.
- Die Armkrone: Achten Sie auf die Vollständigkeit der Arme. Ein ideales Sammlerstück zeigt die Arme in einer natürlichen, sternförmig ausgebreiteten Position („Blütenstadium“), ohne dass die Spitzen abgebrochen oder unter dem Kelch verborgen sind.
- Der Kelch und die Cirren: Auf der Unterseite des Kelches besaß Comaturella klammerartige Fortsätze (Cirren). Sind diese unterhalb des Armansatzes erkennbar, verleiht dies dem Fossil eine seltene Dreidimensionalität und dokumentiert die Verankerungsmethode des Tieres.
Ein Highlight für jede Solnhofen-Kollektion
Comaturella pinnata ist das ästhetische Highlight, eine Delikatesse für Echinodermen-Sammler. Ihre feingliedrige Struktur ist ein Beweis für die unglaubliche Detailerhaltung der bayerischen Plattenkalke.



