Solnhofen Chresmoda obscura XXL
Fundort: Langenaltheim, Langenaltheimer Haardt; Solnhofener Revier/ Deutschland
Lithostratigraphie: Unter-Tithonium, Weißjura-Gruppe, Altmühltal-Formation, Obere Solnhofen-Subformation
Biostratigraphie: Hybonotum-Zone, Rueppelianus-Subzone, rueppelianus-Horizont
Alter: ca. 150,8 - 152 Mio. Jahre +/- 2 Mio. Jahre
Größe Platte/Gegenplatte: 30 x 19 cm
Größe Fossil: 17 cm (größte Ausdehnung).
Prächtiges Pärchen „Wasserläufer“ - nicht koloriert.
Authentisches Fossil in Originalmatrix, nicht umgebettet, ungebrochene Platte. Mit Provenienznachweis.
Angeboten im Kundenauftrag. Bitte nehmen Sie keine Zahlung im Shop vor. Verkauf im Namen und auf Rechnung des Eigentümers. Kontakt: info@fossiland.com
Chresmoda obscura – Der grazile Wasserläufer des Jura-Meeres
Chresmoda obscura (oft noch unter dem veralteten Synonym Propygolampis bekannt) ist eines der ikonischsten und rätselhaftesten Insekten der Solnhofener Plattenkalke. Mit seiner beeindruckenden Beinspannweite und seiner spezialisierten Lebensweise repräsentiert dieses Fossil die faszinierende Welt der jurassischen Wasseroberfläche.
Wissenschaftliche Einordnung und Morphologie
- Der „Wasserläufer“ der Urzeit: Chresmoda besaß extrem verlängerte Beine, die es ihm ermöglichten, ähnlich wie heutige Wasserläufer die Oberflächenspannung des Wassers zu nutzen. Es war ein hochspezialisierter Bewohner der Lagunenränder, der sich vermutlich von kleinen, im Wasser treibenden Organismen ernährte.
- Rätselhafte Verwandtschaft: Die systematische Einordnung von Chresmoda war lange umstritten – es wurde mal als Wanze, mal als Verwandter der Gespenstschrecken gedeutet. Heute bildet es eine eigene, ausgestorbene Gruppe (Chresmodidae), die für ihre einzigartige Anatomie und die „ultra-artikulierten“ Tarsen (Fußglieder) bekannt ist.
- Anatomische Eleganz: Die filigrane Struktur der langen Laufbeine in Kombination mit dem schlanken Körper macht Chresmoda zu einem der ästhetischsten Insektenfossilien überhaupt. Es ist ein Paradebeispiel für die Perfektion der Evolution in einer ökologischen Nische.
Die feinen Details – worauf Sammler achten:
- Die Beinspannweite: Das entscheidende Qualitätsmerkmal ist die vollständige und symmetrische Erhaltung der sechs Beine. Bei Top-Exemplaren sind die Beine weit abgespreizt („Schau-Position“), was die beeindruckende Größe des Insekts erst richtig zur Geltung bringt.
- Die Erhaltung der Flügel: Während Nymphen flügellos waren, besaßen erwachsene Weibchen Flügel. Ein Fossil, das neben den Beinen auch die zarten, geäderten Flügel zeigt (oft eng am Körper anliegend), ist eine seltene Kostbarkeit und steigert den Sammlerwert erheblich.
- Die Feinsegmentierung: Achten Sie auf die Tarsen (Fußglieder) an den Beinenden. Sind diese vielgliedrigen, fast haarfeinen Strukturen klar erkennbar, zeugt dies von einer außergewöhnlichen Erhaltungsqualität und einer meisterhaften Präparation.
Ein Highlight für jede Solnhofen-Kollektion
Chresmoda obscura ist das unverzichtbare Exponat für Sammler, die sich für die Insektenwelt der Jura-Zeit begeistern. Seine ungewöhnliche Form und Ästhetik faszinieren.









