Solnhofen Belonostomus sp.
Fundort: Langenaltheim, Langenaltheimer Haardt; Solnhofener Revier/ Deutschland
Lithostratigraphie: Unter-Tithonium, Weißjura-Gruppe, Altmühltal-Formation, Obere Solnhofen-Subformation
Biostratigraphie: Hybonotum-Zone, Rueppelianus-Subzone, rueppelianus-Horizont
Alter: ca. 150,8 - 152 Mio. Jahre +/- 2 Mio. Jahre
Größe Platte und Gegenplatte: 28 x 20 cm
Größe Fossil: 14 cm (größte Ausdehnung)
Schmuckes Pärchen „Schnabelfisch“ - ästhetische Platte und Gegenplatte.
Mittig auf stabiler Trägerplatte. Mit Provenienznachweis
Angeboten im Kundenauftrag. Bitte nehmen Sie keine Zahlung im Shop vor. Verkauf im Namen und auf Rechnung des Eigentümers.
Belonostomus sp. – Der Speerjäger des Jurameeres
Dieses Fossil repräsentiert einen der am stärksten spezialisierten Raubfische des Solnhofen-Archipels aus dem Oberjura (ca. 150 Mio. Jahre). Als entfernter Verwandter der heutigen Hornhechte besticht Belonostomus durch seine extrem langgestreckte, nadelartige Silhouette und seine hocheffiziente Jagdstrategie an der Wasseroberfläche.
Wissenschaftliche Einordnung und Morphologie
- Evolutionäre Eleganz: Belonostomus gehört zur Gruppe der Aspidorhynchiformes. Seine Anatomie ist ein Paradebeispiel für extreme Spezialisierung: Ein panzerartiger Schuppenpanzer kombiniert mit einem pfeilschnellen Körperbau, der perfekt darauf ausgelegt war, die Lichtbrechung der Wasseroberfläche für Überraschungsangriffe zu nutzen.
- Der „Sniper-Instinkt“ im Stein: Das markanteste Merkmal ist das extrem verlängerte Rostrum (Schnauze), bei dem der Unterkiefer oft noch über den Oberkiefer hinausragt. In der fossilen Überlieferung findet man Belonostomus gelegentlich in spektakulären „Fress-Szenen“, was seine Rolle als hochspezialisierter Jäger kleinerer Fische und Krebstiere unterstreicht.
- Ästhetik der Linie: Die grafische Wirkung eines Belonostomus ist unvergleichlich. Die schmale, lange Form zieht sich oft wie ein dunkler Strich durch den hellen Solnhofener Kalkstein – ein visuelles Highlight, das Modernität und Urzeit auf einzigartige Weise verbindet.
Die feinen Details – worauf Sammler achten:
- Das nadelspitze Rostrum: Das entscheidende Merkmal ist die Unversehrtheit der Schnauze. Bei Top-Exemplaren ist das fragile, knöcherne „Schwert“ bis in die äußerste Spitze erhalten. Brüche oder Fehlstellen im Kieferbereich mindern den Wert dieses „Speerfisches“ erheblich.
- Die markanten Flankenschuppen: Achten Sie auf die Körpermitte! Belonostomus besitzt charakteristische, hohe und schmale Schuppenplatten an den Flanken. Wenn diese Schuppenreihen wie eine lückenlose Rüstung artikuliert sind und ihren typischen Schmelzglanz zeigen, handelt es sich um ein museales Kabinettstück.
- Die symmetrische Schwanzgabel: Trotz seines langen Körpers besitzt Belonostomus eine kräftige, tief gegabelte Schwanzflosse. Die Erhaltung der feinen Flossenstrahlen am Körperende ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, da sie den Abschluss der eleganten Linienführung bildet.
Ein Highlight für jede Solnhofen-Kollektion
Belonostomus ist das ideale Exponat für Sammler, die die bizarren und hochspezialisierten Lebensformen der Jura-Zeit schätzen. Er repräsentiert die technische Perfektion der Evolution in einem Ökosystem, das von extremer Konkurrenz geprägt war. Ein Fossil dieser Gattung ist ein exzellenter Blickfang, der durch seine ungewöhnliche Form sofort die Aufmerksamkeit in jeder Vitrine auf sich zieht.




