Pachycormus
Matrix: 75×32 cm
Holzmaden; Lias Epsilon II/6
Very aesthetic Pachycormus, embedded in a Fleins plate, excellent quality and preservation, professionally prepared at state of art, with originally preserved fins - no reconstruction, visible teeth.
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sold to Yorkshire Natural History Museum
Der elegante Jäger des Jurameeres: Pachycormus aus Holzmaden
Ein herausragender Vertreter der ausgestorbenen Pachycormidae, einer Gruppe von Knochenfischen, die im frühen Jura vor etwa 180 Millionen Jahren die subtropischen Meere Europas durchstreiften. Besonders die Funde aus dem weltberühmten Posidonienschiefer von Holzmaden gelten unter Sammlern und Wissenschaftlern als Meilensteine der Paläontologie, da sie die Dynamik und Eleganz dieses urzeitlichen Jägers in Perfektion konservieren.
Biologie und Lebensweise
Er gehört zur Ordnung der Pachycormiformes, die oft als Vorläufer oder nahe Verwandte der modernen Teleostei (echte Knochenfische) angesehen werden. Im Gegensatz zum eher behäbigen, hochrückigen Dapedium war diese Gattung auf Geschwindigkeit und Agilität im offenen Wasser spezialisiert.
Sein Körper war spindelförmig und stromlinienförmig gestreckt, was ihn als effizienten Verfolgungsjäger ausweist. Sein Name (vom Griechischen „pachys“ für „dick“ und „kormos“ für „Stamm“) bezieht sich auf den kräftigen Körperbau. Charakteristisch sind die sichelförmigen, langen Brustflossen und eine tief gegabelte Schwanzflosse, die ihm eine enorme Beschleunigung verliehen.
Die Bezahnung des Fisches war auf eine räuberische Lebensweise ausgelegt: In seinen Kiefern saßen zahlreiche kleine, spitze Fangzähne, die ideal dafür geeignet waren, schlüpfrige Beute wie kleinere Fische oder Belemniten (Tintenfisch-Verwandte) sicher zu greifen. Seine großen Augen deuten darauf hin, dass er ein Sichtjäger war, der im lichtdurchfluteten Oberflächenwasser operierte.
Die Besonderheit der Holzmaden-Funde
Die Fossilien dieser Gattung aus den Schieferbrüchen rund um Holzmaden zählen zu den am besten erhaltenen Fischexemplaren weltweit. Da der Meeresboden des Jurameeres zu jener Zeit oft sauerstofffrei (anoxisch) war, blieben die filigranen Flossenstrahlen und oft sogar Weichteilkonturen vor Aasfressern und Verwesung geschützt.
Häufig zeigen diese Stücke eine spektakuläre Pyritisierung, bei der organisches Material durch „Katzengold“ ersetzt wurde, was dem Fossil einen edlen, metallischen Glanz verleiht. Während Dapedium durch seinen massiven Schuppenpanzer besticht, fasziniert dieser Räuber durch die Dynamik seiner Form und die feine Erhaltung seiner Knochenstruktur.
Dieses Exemplar ist weit mehr als eine Versteinerung – es ist das Abbild eines hochentwickelten Jägers seiner Zeit und ein ästhetisches Highlight für jede wissenschaftlich fundierte Sammlung.



