Bundenbach Furcaster palaeozoicus
14 cm (Fossil), 18.5×20.5 cm (Matrix)
Bundenbach; Grube Obereschenbach
3 vollständige Exemplar, mit der Strömung eingeregelt, auf ungebrochener Platte.
Furcaster – Der feingliedrige Klassiker aus Bundenbach
Der bekannteste Schlangenstern aus dem Hunsrückschiefer.
Während große Funde oft die Blicke auf sich ziehen, sind es dieses feineren, welche die Paläontologie vor spannende Rätsel stellen. Er gilt als der „kleine Bruder“ des robusten Furcaster decheni und ist der wohl bekannteste Schlangenstern des Hunsrückschiefers. Doch lassen Sie sich von seiner Häufigkeit nicht täuschen: Ein perfekt erhaltenes Exemplar ist ein filigranes Wunderwerk der Natur.
Wissenschaftlich brisant: Eine eigene Art, kein Jungtier:
- Fehlende Zwischenformen: Es gibt keine fließenden Übergänge in der Größe, die auf ein bloßes Wachstum hindeuten würden.
- Geografische Trennung: In den Fundstellen bei Gemünden ist palaeozoicus weit verbreitet, während die robuste Art decheni dort gänzlich fehlt. Dies belegt eindrucksvoll, dass wir es hier mit einer eigenständigen, spezialisierten Art zu tun haben.
Die feinen Unterschiede – worauf Sammler achten:
- Überproportional lange Stacheln: Das markanteste Merkmal dieser Art sind ihre ungewöhnlich langen Stacheln. Wenn diese in der feinen Schiefermatrix erhalten sind, verleihen sie dem Fossil eine fast grazile, „sternenförmige“ Ästhetik.
- Elegante Armstruktur: Im Gegensatz zu seinem kräftigeren Verwandten fehlt ihm der wulstige Rückenpanzer (dorsale Wirbelwülste) entlang der Arme. Er wirkt dadurch wesentlich zierlicher und feingliedriger.
- Perfekte Ästhetik: Durch seine kompakte Größe (meist nur wenige Zentimeter) lassen sich diese Tiere oft wunderbar auf ästhetischen, unbeschnittenen Schieferplatten präsentieren – ein ideales Belegstück für die klassische Bundenbach-Fauna.
Ein Muss für jede Bundenbach-Fossiliensammlung
Das perfekte Einstiegsfossil in die Welt der rheinischen Unterdevon-Sterne, steht aber in seiner wissenschaftlichen Bedeutung den „Riesen“ in nichts nach.

