Bundenbach Euomphalus sp.
2.5 cm (Fossil), 20×23 cm (Matrix)
Bundenbach; Grube Obereschenbach
Seltener Gastropode auf ungebrochener Platte mit exzellenten Details.
Euomphalus – Das goldene Rad des Hunsrückschiefers
Geometrie in Vollendung: Ein ikonischer Gastropode.
Diese Schnecke bricht mit dem klassischen Bild eines spitzen Gehäuses. Sie setzte stattdessen auf eine Architektur der Weite und Symmetrie: Markante, radähnliche Windung und seine zeitlose Ästhetik
Die spektakulären Details – was Euomphalus so einzigartig macht:
- Die markante „Rad“-Form: Das Gehäuse von Euomphalus ist fast plan gespiralt. Das bedeutet, die Windungen liegen nahezu in einer Ebene, was dem Fossil das Aussehen eines Miniatur-Rades verleiht. Besonders faszinierend ist die weite Öffnung (der Nabel) auf der Unterseite, der tief in das Gehäuse blicken lässt.
- Die kantige Windung: Anders als moderne Schnecken besitzen viele Arten von Euomphalus eine charakteristische Kante oder Schulter auf der Oberseite der Windungen. Diese verleiht dem Gehäuse ein fast technisches, kantiges Profil, das im Streiflicht spektakuläre Schatten wirft.
- Ein Wunder in Pyrit: Im dunklen Bundenbach-Schiefer tritt Euomphalus oft in einer brillanten Pyrit-Erhaltung auf. Wenn das „goldene Rad“ auf der tiefschwarzen Matrix liegt, entsteht ein Kontrast, der die mathematische Präzision der Windungen meisterhaft betont.
- Größe und Präsenz: Während viele Schnecken des Devons eher klein bleiben, kann Euomphalus beeindruckende Dimensionen erreichen. Ein großes Exemplar ist ein massives Statement der Erdgeschichte und zieht in jeder Vitrine sofort die Blicke auf sich.
Ein Klassiker der Erdgeschichte aus Bundenbach
Die Gattung Euomphalus war so erfolgreich, dass sie über einen riesigen Zeitraum die Meere bevölkerte. Doch nur im Hunsrückschiefer finden wir Stücke, die durch die spezielle Mineralisation des Schiefers eine solche Detailtiefe und metallische Brillanz aufweisen.


