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Solnhofen Palaeocyparis princeps

690,00 

Nadelholz Palaeocyparis aus dem Solnhofener Plattenkalk (Jura). Ästhetische Platte ansprechender Größe, seltenes Schaustück mit interessanten Details - selten!

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Solnhofen Palaeocyparis princeps

Fundort: Langenaltheim, Langenaltheimer Haardt; Solnhofener Revier/ Deutschland
Lithostratigraphie: Unter-Tithonium, Weißjura-Gruppe, Altmühltal-Formation, Obere Solnhofen-Subformation
Biostratigraphie: Hybonotum-Zone, Rueppelianus-Subzone, rueppelianus-Horizont
Alter: ca. 150,8 - 152 Mio. Jahre +/- 2 Mio. Jahre
Größe Platte: 58 x 55 cm
Größe Fossil: 33 cm (größte Ausdehnung).

Eindrucksvolle „Ur-Zypresse“ - Schaustück!

Authentisches Fossil in Originalmatrix, nicht umgebettet, ungebrochene Platte. Mit Provenienznachweis.

Angeboten im Kundenauftrag. Bitte nehmen Sie keine Zahlung im Shop vor. Verkauf im Namen und auf Rechnung des Eigentümers. Kontakt: info@fossiland.com

 

Palaeocyparis princeps – Der versteinerte Urzeit-Wald der Solnhofen-Inseln

Während die meisten Solnhofen-Fossilien die marine Welt zeigen, ist Palaeocyparis princeps ein seltener und kostbarer Gruß vom Festland. Diese fossile Konifere (ca. 150 Mio. Jahre) wuchs auf den Inseln des Solnhofen-Archipels und wurde vermutlich durch Stürme in die Lagunen gespült. Sie repräsentiert die Flora einer Welt, in der Flugsaurier und frühe Vögel wie der Archaeopteryx in den Wipfeln lebten.

Wissenschaftliche Einordnung und Morphologie

  • Die Ahnen der Zypressen: Palaeocyparis gehört zur Gruppe der Nadelhölzer (Coniferopsida) und zeigt verblüffende Ähnlichkeiten mit heutigen Zypressengewächsen. Die schuppenförmigen Blätter und die streng geometrische Verzweigung sind Anpassungen an ein eher trockenes, subtropisches Klima auf den kalkhaltigen Inseln.
  • Botanische Präzision: In den extrem feinkörnigen Plattenkalken bleibt oft die kleinste Struktur der Nadeln und Zweige erhalten. Manchmal finden sich an den Zweigenden sogar kleine Zapfen – eine wissenschaftliche Sensation, die die Fortpflanzungsbiologie der Jura-Zeit dokumentiert.
  • Kontrast der Welten: Als Landpflanze in einem Meeres-Sediment ist Palaeocyparis ein „Allochthon“ – ein Fremdkörper, der eine Brücke zwischen dem Leben an Land und dem Sterben im Meer schlägt.

Die feinen Details – worauf Sammler achten:

  • Die schuppenartige Textur: Das entscheidende Merkmal ist die Detailerhaltung der Nadeln. Bei Top-Exemplaren lässt sich unter der Lupe jede einzelne, dachziegelartig angeordnete Schuppe am Zweig erkennen. Eine „verwaschene“ Struktur mindert den Wert als botanisches Belegstück.
  • Die Verzweigungs-Ästhetik: Achten Sie auf das Wuchsbild! Ein begehrtes Sammlerstück zeigt nicht nur einen einzelnen Stängel, sondern eine mehrfache, natürliche Verzweigung. Wenn der Zweig wie ein kleiner Baum oder ein kunstvoller Fächer auf der Platte liegt, ist die visuelle Wirkung am stärksten.
  • Die Farberhaltung: Oft ist die organische Substanz bei Pflanzenfossilien als dunkler Kohlefilm oder durch Mangan-Dendriten nachgezeichnet. Ein tiefer, dunkler Kontrast zum hellen Cremeton des Kalksteins macht das Fossil zu einem grafischen Kunstwerk.

Ein Highlight für jede Solnhofen-Kollektion

Palaeocyparis princeps ist das ideale Exponat für Sammler, die das Ökosystem Solnhofen in seiner Gesamtheit verstehen wollen. Ohne die Flora der Inseln wäre das Bild der Jura-Zeit unvollständig. Ein Muss für Liebhaber der Paläobotanik und anspruchsvolle Systematiker.

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