„Suche Bundenbachfossilien“
Werbekarte „Suche Bundenbachfossilien - Biete Höchstpreise - kostenlose Schätzung“: Für meine Sammlung suche ich Einzelstücke oder ganze Sammlungen.
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Die Fossillagerstätte Bundenbach – ein Fenster ins Devon
Manche Fundorte kennt jeder Sammler. Bundenbach ist so einer. Der kleine Ort im Hunsrück steht für einige der schönsten Fossilien, die Deutschland zu bieten hat. Seesterne, die vor rund 400 Millionen Jahren über den Meeresboden krochen, liegen hier heute in Schiefer und Pyrit – so fein erhalten, als wären sie erst gestern versteinert.
Ich sammle diese Stücke und suche alte Sammlungen zum Ankauf. Dieser Text erklärt, was Bundenbach so besonders macht.
Wie alt ist der Hunsrückschiefer?
Die Bundenbach-Fossilien stammen aus dem Hunsrückschiefer. Das ist eine Gesteinsschicht aus dem Unterdevon, genauer aus der Emsium-Stufe. Sie ist etwa 400 Millionen Jahre alt.
Damals lag hier kein Mittelgebirge, sondern ein flaches Meer. Es befand sich nahe am damaligen Äquator und war in einzelne Becken gegliedert. Bundenbach lag im sogenannten Wisper-Trog. Dort sank feiner Schlamm ruhig und ohne viel Strömung zu Boden. Genau diese Ruhe ist der Grund, warum die Fossilien so filigran erhalten sind.
Aus dem weichen Meeresschlamm wurde über die Jahrmillionen der harte, schwarze Dachschiefer, den wir heute kennen.
Warum sind die Fossilien so gut erhalten?
Der Schlüssel ist ein Mineral: Pyrit, auch Katzengold genannt.
Nach dem Absterben wurden die Tiere schnell vom Schlamm bedeckt. Unter Sauerstoffabschluss setzten Bakterien einen Prozess in Gang, bei dem Teile der Körper durch Eisensulfid ersetzt wurden. So blieb nicht nur die Schale erhalten, sondern oft auch Weichteile – Arme, Stiele, feinste Strukturen.
Das hat zwei Folgen, die Bundenbach berühmt gemacht haben:
Erstens ist das pyritisierte Fossil härter als der umgebende Schiefer. Dadurch lässt es sich mechanisch freilegen, früher mit der Nadel, heute zusätzlich mit feinem Strahlgut.
Zweitens ist Pyrit für Röntgenstrahlen dichter als das Gestein. Man kann ein Fossil also durchleuchten, ohne es zu zerstören. Diese Technik wurde ab den 1950er-Jahren vor allem durch die Physiker W. M. Lehmann und Wilhelm Stürmer entwickelt. Plötzlich sah man Details, die im Stein verborgen lagen. Für die Forschung war das ein Meilenstein.
Fachlich zählt Bundenbach deshalb zu den Konservat-Lagerstätten – also zu den seltenen Orten, an denen nicht nur harte Schalen, sondern ganze Lebensgemeinschaften erhalten geblieben sind.
Welche Fossilien findet man in Bundenbach?
Die Vielfalt ist groß. Fachleute zählen im Hunsrückschiefer über 190 Gattungen und mehr als 270 Arten. Damit gilt Bundenbach als die bedeutendste Fossillagerstätte des Devons weltweit. Die bekanntesten Gruppen sind:
Asterozoa wie Seesterne. Die Klassiker unter den Bundenbach-Fossilien. Arten wie Urasterella oder der pyritglänzende Euzonosoma tischbeinianum sind bei Sammlern begehrt. Aber auch Schlangensterne. Fein gegliederte Verwandte der Seesterne, oft mit langen, gewundenen Armen. Namen wie Furcaster, Bundenbachia oder Encrinaster tauchen immer wieder auf.
Seelilien (Crinoiden). Zarte Stiele und Kelche, teils mit vollständiger Krone. Bactrocrinites ist ein bekanntes Beispiel.
Trilobiten. Die Gliederfüßer des Paläozoikums, in Bundenbach oft mit erhaltenen Beinchen und Fühlern – dank Röntgen und Pyrit.
Weitere Gliederfüßer und Raritäten. Ungewöhnliche Formen wie Mimetaster oder Weinbergina machen den Fundort für Wissenschaft und Sammlung so spannend.
Dazu kommen Muscheln, Brachiopoden (etwa Orbiculoidea), Schnecken, Kopffüßer und Pflanzenreste. Kaum ein anderer Ort gibt ein so vollständiges Bild vom Leben im devonischen Meer.
Wie kamen die Fossilien ans Licht?
Nicht durch die Suche nach Fossilien – sondern durch Dachschiefer.
Über Jahrhunderte wurde im Hunsrück Schiefer abgebaut, vor allem für Dächer. Rund um Bundenbach sind über 600 kleine Gruben bekannt. Die Fossilien waren zunächst ein Nebenprodukt. Bergleute legten schöne Platten beiseite, Sammler und Forscher wurden aufmerksam, und so entstand über Generationen ein reicher Bestand an Bundenbach-Fossilien.
Diese Herkunft erklärt auch, warum heute so viele Stücke in Privathand sind: Sie stammen oft aus Zeiten, in denen der Bergbau noch lief.
Warum sind Bundenbachfossilien heute gesucht?
Weil kaum noch neues Material dazukommt. Der Schieferbergbau ist fast vollständig zum Erliegen gekommen. In der fossilreichen Hauptregion um Bundenbach ist heute nur noch ein einziger Steinbruch offen. Neue Funde sind selten geworden.
Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für den Wert dieser Lagerstätte. In den Jahren 2024 und 2025 haben sich Hunderte Bürgerinnen und Bürger sowie zahlreiche Paläontologie-Professoren in einer Petition für ein neues Fossilienmuseum in Bundenbach und für den Schutz des Fundorts eingesetzt. Für Sammler bedeutet das: Was einmal geborgen wurde, bleibt eine begrenzte Menge. Gute, gut erhaltene und sauber präparierte Stücke werden dadurch immer wertvoller. Besonders alte Sammlungen aus Familienbesitz enthalten oft echte Schätze – manchmal, ohne dass die Besitzer es wissen.
Wollen Sie sich von Ihre Hunsrückschiefer-Sammlung trennen?
Für meine Sammlung suche ich Bundenbachfossilien. Einzelstücke ebenso wie ganze Sammlungen. Ob präpariert oder noch in der Rohplatte, ob ein einzelner Seestern oder ein ganzer Schrank voller Schieferplatten – ich schaue mir gerne an, was Sie haben.
Was ich biete:
- Faire Höchstpreise für gute Bundenbach-Fossilien.
- Eine kostenlose Schätzung – auch wenn Sie am Ende nicht verkaufen möchten.
Senden Sie mir ggf. einfach ein Foto, gern per E-Mail oder WhatsApp. Ich melde mich umgehend bei Ihnen zurück.
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