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Bundenbach Chotecops ferdinandi

295,00 

Sehr großer Trilobit Chotecops ferdinandi aus dem Devon von Bundenbach (Hunsrückschiefer). Komplettes Exemplar auf ungebrochener Platte - sehr ungewöhnlich.

Bundenbach Chotecops ferdinandi

8×9 cm (Fossil), 25×26 cm (Matrix)
Bundenbach; Grube Obereschenbach

Ungwöhnlich großes Exemplar eines Trilobiten in ventraler Lage, auf ungebrochener Schieferplatte.

 

Chotecops ferdinandi – Die Trilobiten-Ikone des Hunsrückschiefers

Der Inbegriff des devonischen Trilobiten mit Facettenaugen. 

Wenn man an Fossilien aus Bundenbach denkt, hat man sofort sein Bild vor Augen: Chotecops ferdinandi. Er ist das Gesicht des Hunsrückschiefers. Auch wenn er als der häufigste Trilobit der Region gilt, ist ein perfekt erhaltenes Exemplar – oft in strahlendes Pyrit verwandelt – ein ästhetisches Meisterwerk, das die Brücke zwischen Biologie und Kunst schlägt. 

 

Die faszinierenden Details – was Chotecops ferdinandi so besonders macht:

  • Das „Hyper-Auge“: Eines der spektakulärsten Merkmale dieser Gattung ist das schizochroale Auge. Die großen, einzeln stehenden Linsen sind oft so exzellent erhalten, dass man die komplexe Optik dieses Jägers noch heute studieren kann. Jüngste Forschungen deuten sogar auf ein hochkomplexes visuelles System hin, das unter jeder Linse ein eigenes kleines Komplexauge verbarg – ein Unikum im Tierreich.
  • Die „Pustel“-Glabella: Typisch für diesen Vertreter der Phacopidae ist die kräftig gewölbte, mit feinen Knötchen (Pusteln) besetzte Glabella (der Vorderkopf). Diese Struktur verleiht dem Trilobiten eine markante, plastische Präsenz auf der dunklen Schieferplatte.
  • Variabilität der Haltung: Man findet ihn in zwei faszinierenden Erhaltungsformen:
    • Gestreckt: In voller Pracht ausgebreitet, oft mit sichtbaren Thorax-Segmenten (typischerweise 11 an der Zahl).
    • Eingerollt: In der klassischen Schutzhaltung, die an moderne Kellerasseln erinnert – ein Beweis für die Dynamik im Moment der Einbettung.
  • Weichteil-Wunder: Das wahre Highlight für Hunsrückschiefer-Spezialisten! Durch die einzigartige Pyritisierung in Bundenbach sind bei diesem Trilobiten oft Strukturen sichtbar, die normalerweise vergehen: Fühler (Antennen) und Laufbeine können bei meisterhafter Präparation wie feine goldene Fäden aus dem Körper ragen. 

Ein Leitfossil mit Geschichte aus Bundenbach

Bereits 1880 zu Ehren des Geologen Ferdinand Roemer beschrieben, gilt Chotecops ferdinandi heute als das Leitfossil des Hunsrückschiefers. Er steht für eine Ära, in der Bundenbach weltweit für seine „Röntgen-Fossilien“ berühmt wurde, die unter dem Schiefer die geheime Anatomie der Arthropoden preisgaben. 

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