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Bundenbach Triacrinus koeniswaldi

350,00 

Seelilien Triacrinus koeniswaldi - Rarität aus dem Devon von Bundenbach (Hunsrückschiefer). Exzellente Details auf ungebrochener Schieferplatte. Sehr ästhetisch

Bundenbach Triacrinus koeniswaldi

12.5×15 cm (Matrix)
Bundenbach; Grube Obereschenbach

Delikate Platte mit Seelilien der sehr seltenen Art T. koenigswaldi, ungebrochen, dekorativ.

 

Triacrinus – Der elegante Minimalist des Hunsrückschiefers

Schönheit durch Reduktion: Ein außergewöhnliches Form-Experiment der Evolution.

Manchmal liegt die größte Faszination im Einfachen. Diese Art ist der lebende Beweis dafür. Während andere Seelilien auf komplexe Armgabelungen und dornige Rüstungen setzten, wählte diese Art einen radikalen Weg: den Minimalismus. Das Ergebnis ist ein Fossil von bestechender, fast moderner Klarheit, das in jeder Sammlung sofort durch seine einzigartige Silhouette auffällt.

 

Die feinen Details – was Triacrinus so besonders macht:

  • Die „Drei-Platten-Basis“: Namensgebend für die Gattung ist der Aufbau des Kelches. Er besteht aus nur drei ungleichen Basalplatten, auf denen sechs Radialplatten ruhen. Dieser reduzierte, kegelförmige Kelch ist ein Musterbeispiel für effiziente Skelettarchitektur.
  • Endlose, ungeteilte Arme: Das spektakulärste Merkmal sind die Arme. Im Gegensatz zu fast allen anderen Crinoiden verzichtet diese Art auf jegliche Gabelung. Die Arme sind extrem lang, vollkommen ungeteilt und wirken wie feine, elegante Linien, die aus dem Kelch emporwachsen.
  • Ein Spiegelbild in der Krone: Faszinierenderweise sieht der Analsack den Armen täuschend ähnlich – lang, schmal und reduziert. Dies verleiht dem Fossil eine fast vollkommene Symmetrie und eine vertikale Dynamik, die im Schiefergestein ihresgleichen sucht.
  • Der Vergleich der Arten:
    • Triacrinus elongatus ist die schlanke, aufstrebende Form.
    • Im Gegensatz dazu wirkt die viel seltenere Art Triacrinus koeniswaldi deutlich gedrungener: Der Kelch ist breiter, die Arme sind kürzer und die gesamten Skelettelemente sind massiver gebaut.

 

Ein Juwel für die systematische Tiefe

In einer Sammlung, die die Vielfalt der Crinoiden-Baupläne zeigt, ist dieser Vertreter unverzichtbar. Er repräsentiert das Extrem der Spezialisierung. Wo andere Crinoiden wie prächtige Bäume wirken, erinnert die Seelilie eher an graziles Dünengras, das sich in der Strömung des Devon-Meeres wiegte.

Warum Bundenbach-Sammler dieses Fossil lieben

Triacrinus  ist kein Fossil, das durch schiere Masse beeindruckt, sondern durch seine grafische Qualität. Ein gut erhaltenes Stück wirkt auf einer dunklen Schieferplatte wie eine feine Tuschezeichnung. Es ist das ideale Objekt für Sammler, die die wissenschaftliche Besonderheit reduzierter Formen schätzen und ein ästhetisches Gegengewicht zu den komplex verzweigten Arten suchen.

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