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Bundenbach Bundenbachia beneckei

270,00 

Bundenbachia beneckei - schöner Schlangenstern aus dem Devon von Bundenbach (Hunsrückschiefer), auf ungebrochener Platte, sehr detailreiches Exemplar.

Bundenbach Bundenbachia beneckei

4.0 cm (Fossil), 11×12.5 cm (Matrix)
Bundenbach; Grube Obereschenbach

Delikates Exemplar, mit der Strömung eingeregelt, auf ungebrochener Platte.

 

Bundenbachia beneckei – Der Namensträger der Weltgeltung

Ein zeitloser Klassiker und wissenschaftlicher Meilenstein der Hunsrück-Paläontologie.

Es gibt wohl kaum ein Fossil, das die Identität dieses weltberühmten Fundortes so in sich trägt wie Bundenbachia beneckei. Als einzige Gattung darf sie den Namen der Fossillagerstätte Bundenbach stolz in ihrer Bezeichnung führen (nach einer zwischenzeitlichen Einordnung als Taeniaster). Sie gehört neben Furcaster zu den Klassikern des Schiefers, hält aber bei genauerem Hinsehen wissenschaftliche Sensationen bereit, die weltweit für Aufsehen sorgten.

 

Ein Wunder der Erhaltung: Das Geheimnis der Ambulacralfüßchen

Diese Gattung schrieb Geschichte: An diesem Fossil gelang weltweit der erstmalige Nachweis von Ambulacralfüßchen (Saugfüßchen) bei fossilen Schlangensternen. Was normalerweise nach dem Tod des Tieres binnen Stunden verwest, blieb hier durch die einzigartige Pyritisierung im Hunsrückschiefer für 400 Millionen Jahre konserviert – ein paläontologischer Glücksfall, der die Bedeutung der Weichteilerhaltung in Bundenbach untermauert.

Die anatomischen Merkmale:

  • Netzartige Scheibenstruktur: Die Körperscheibe ist ein ästhetisches Highlight. Sie besteht aus ovalen, schuppenartigen Platten, die von einer charakteristischen, netzartig gekörnten Haut überzogen sind.
  • Peitschenförmige Arme: Die Arme setzen am Scheibenrand breit an und laufen in extrem langen, peitschenförmigen Enden aus. Diese elegante Form verleiht dem Fossil eine besondere Dynamik auf der dunklen Schiefermatrix.
  • Spezialisierte Armstruktur: Kenner achten auf die wechselständigen Ambulacralplatten. Diese sind nicht miteinander verbunden und weisen eine markante Stiefelform auf – ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu verwandten Gattungen.
  • Seltene Details: Während die Madroporenplatte bei dieser Art eher unscheinbar bleibt, ist die Erhaltung der feinen Stacheln eine absolute Seltenheit. Ein Exemplar mit erhaltenem Stachelbesatz gilt unter Sammlern als besonders wertvoll.

Warum dieser Schlangenstern in keiner Bundenbach-Fossiliensammlung fehlen darf

Bundenbachia beneckei ist mehr als nur ein Fossil; sie ist ein Botschafter ihrer Fundstätte. Durch ihre wissenschaftliche Historie und die elegante Form der peitschenartigen Arme ist sie sowohl für Einsteiger als auch für dokumentarisch orientierte Sammler ein unverzichtbares Belegstück.

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